
A - Bass | B - Bass
Experimentelle Instrumente
Ab 2010 begann die Beschäftigung mit Musik-Designobjekten
..dem tüfteln und modifizieren von Musikinstrumenten.
Ein weiteres Themengebiet das stets viel Spaß gebracht hat.
An dieser Stelle mal ein Dank einem befreundeten Musiker,
Stefan, der hierbei in Technik und Musiktheorie unterstützte.
2013-2015 wurden die beiden Bässe und weitere
experimentelle Instrumente erstmals unter:
„Bass meets Bass“ in einer kleinen Ausstellungsreihe
präsentiert. In begleitenden Sessions wurden sie von
Musikerinnen und Musikern gespielt und auf ihre
klanglichen sowie spielerischen Qualitäten hin erprobt.
Profis wissen, was ein gutes Instrument ausmacht.
Deshalb sind Kritik und Anregungen ein wertvoller
Gewinn und zugleich ein Ansporn, Design, Spielbarkeit
und Qualität weiterzuentwickeln. Mal sehen..
Dank nochmals an dieser Stelle an alle Musiker,
Musikerinnen und Beteiligten!

A - B A S S
Der A-Bass basiert in seinen Grundelementen auf einem herkömmlichen E-Bass mit Stahlkern - Kunststoffsaiten.
Er besteht aus dem modifizierten Bass und einem Gestell-Rahmen, der zugleich als Plattform und Ständer dient.
Dank einer Führung lässt sich der E-Bass-Korpus mit dem Grundgestell verbinden – so entsteht ein neues Instrument: der Stehbass! In dieser Einheit kann der/die Bassist/in das Instrument wie einen Kontrabass im Stehen spielen oder es klassisch am Gurt im Stehen oder Sitzen nutzen. Das schafft mehr Freiheit und Beweglichkeit etwa beim Wechsel zwischen dem Bass und anderen Instrumenten. Gleichzeitig kann der A-Bass eigenständig als dekorativer Instrument-ständer oder vollwertiges Instrument dienen. Die ovale Öffnung im Korpus ermöglicht zudem das Spiel mit einem modifizierten Cellobogen auf Kunststoff - ummantelten Stahlseiten. Auf diese Weise vereint der A -Bass neue Spieltechniken und vielseitige Klangvariationen in einem einzigen Instrument. Als Prototyp und Studie soll er Impulse für weitere Entwicklungen geben.

Ausstellung 2015
FOTO: Ole Cram
B - B A S S
Die Idee hinter dem Entwurf und der Konzeption des B-Bass war, ein Instrument zu entwickeln, das unterschiedliche Klang- und Resonanzkörper aufnehmen kann. So entstehen vielseitige Töne und Klangfarben. Der B-Bass kann sowohl akustisch als auch elektrisch verstärkt gespielt werden. Die Aufnahmeplatte für den Klangkörper lässt sich hinsichtlich Seitenabstand und Position individuell einstellen.
Als Standbass ausgeführt, verfügt er über ein bundiertes Griffbrett. Dadurch können auch Bassistinnen und Bassisten, die mit dem bundlosen Bassspiel nicht vertraut sind, leichter in die stehende Spielposition wechseln.
Auf der verstellbaren Bodenplatte lassen sich verschiedene Klangkörper montieren. Diese werden mithilfe des verstellbaren Stegs und der darauf liegenden Saiten gespannt. Um den individuellen Charakter des jeweiligen Klangkörpers hervorzuheben, können als Zusatz beispielsweise weitere induktive Tonabnehmer eingesetzt werden, die deren spezifische Resonanz besonders betonen. Die Einstellmöglichkeiten des Halses gewährleisten zudem eine optimale Anpassung der Saitenlage.
Der Wechsel eines Klangkörpers erfordert etwas Zeit und Feingefühl bei Anpassung und Justierung. Gegebenenfalls muss die Einstellung nach einer Einspielzeit noch einmal korrigiert werden. Da es sich um einen experimentellen Prototyp handelt, sind die funktionalen Elemente und das Design bewusst noch etwas einfach gestaltet. Dadurch wirkt der B-Bass archaisch – aber ist das nicht genau das, was wir an unseren Lieblingsspielzeugen immer geliebt haben und noch immer wollen?
Der B-Bass ist in diesem Sinne ein Kunstobjekt: Er wird erst durch das Spielen, Erleben und Erfahren wirklich greifbar und zu einem Instrument der musischen Kunst.
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